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Unsere Kämpfe sind untrennbar – Trauer und Solidarität nach dem Anschlag auf den CSD Berlin

Migrantische Linke / LINKS*KANAX Wuppertal

Der Anschlag auf den CSD Berlin am gestrigen Samstagabend traf Menschen, die für Freiheit und Selbstbestimmung demonstrierten – eine Frau wurde getötet, mindestens 16 Menschen verletzt. Dieser Angriff galt nicht nur den Menschen vor Ort. Er galt allen, die für eine offene Gesellschaft einstehen. Unsere Trauer und Solidarität gilt den Betroffenen und ihren Angehörigen.

Für uns als migrantische Linke Wuppertal steht fest: Queere Kämpfe und migrantische Kämpfe sind untrennbar. Viele von uns sind beides – migrantisch und queer – und wer eines von uns angreift, greift uns alle an. Es gibt keine Befreiung von Rassismus ohne die Befreiung von Queerfeindlichkeit, und umgekehrt genauso wenig. Diese Untrennbarkeit ist keine Schwäche, die man gegeneinander ausspielen kann – sie ist unsere Stärke.

Denn der Hass, der uns treffen soll, kommt aus derselben Quelle: Islamismus und Rechtsextremismus teilen dieselbe Queerfeindlichkeit, dasselbe autoritäre Weltbild, dieselbe Vorstellung davon, wer leben darf und wie. Der Anschlag von Berlin entspringt genau dieser Ideologie – einer Ideologie, die wir auch von rechts kennen. Wer jetzt versucht, diesen Anschlag gegen Migrant*innen in Stellung zu bringen, während rechte Politiker*innen den Taliban die Hand schütteln und mit Machthabern wie Ahmed al-Scharaa (al-Dscholani) verhandeln, ist kein Verbündeter queerer Menschen – sondern paktiert mit denselben Queerfeinden, vor denen er angeblich warnt.

Wir schöpfen unsere Kraft aus unserem Zusammenhalt und aus der Gewissheit, dass eine bessere Welt möglich ist. Kanax und Queers lassen sich nicht spalten – nicht von Islamismus, nicht von weißen Überlegenheitsphantasien. Unsere Solidarität macht uns unzertrennlich.

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