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Nie wieder Krieg!

Die Linke Wuppertal

Zum Antikriegstag am 1. September erinnert Die Linke Wuppertal an die Schrecken von Krieg und Faschismus und fordert eine Abkehr vom aktuellen Aufrüstungskurs. Während in NRW Milliarden für die Bundeswehr bereitgestellt werden und Rüstungskonzerne immer stärker als Teil der Landespolitik betrachtet werden, fehlt es unseren Kommunen an Geld für soziale Aufgaben. Gerade mit Blick auf die Geschichte Wuppertals ist klar: Frieden darf nicht dem Streben nach militärischer Stärke untergeordnet werden.

 

“Nie wieder Krieg!” muss wieder zum Grundsatz internationaler Politik werden. Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. Millionen Menschen wurden in den folgenden Jahren ermordet und getötet. Die großen Herausforderungen unserer Zeit – von Ernährungssicherheit über eine verlässliche Energieversorgung bis hin zum Klimawandel – lassen sich nicht durch immer mehr Waffen lösen. Sie lassen sich nur gemeinsam und auf friedlichem Weg bewältigen.

Die Realität geht derzeit leider in eine andere Richtung. Während weltweit Kriege geführt werden und die Bundesregierung massiv aufrüstet, wird auch NRW immer stärker zum Standort der Rüstungsindustrie. Erst am Vorabend des Antikriegstages kündigte Rheinmetall-Chef Armin Papperger eine Investition von 30 Milliarden Euro in den Rüstungsstandort Neuss an. Gleichzeitig stellt NRW 4,6 Milliarden Euro aus Landesmitteln für die Liegenschaften der Bundeswehr bereit.

Auch die Landesregierung treibt diesen Kurs voran. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur von den Grünen bezeichnet Rüstung inzwischen ausdrücklich als Teil der wirtschaftlichen Zukunft Nordrhein-Westfalens. Erst gestern erklärte sie: „Bis zu den Landtagswahlen im April 2027 wollen wir das Thema [Rüstung] so bearbeiten, dass es ein substanzieller Teil von nordrhein-westfälischer Industrie- und Zukunftspolitik ist.“

“Wir halten das für den falschen Weg. Mehr Waffen schaffen keinen Frieden. Wenn Aufrüstung zum festen Bestandteil der Wirtschafts- und Industriepolitik wird, verschieben sich auch die politischen Prioritäten,” so Jana Heusler, Kreissprecherin der Linken Wuppertal. “Wir brauchen keine Milliarden für neue Rüstungsprojekte, sondern Investitionen in soziale Sicherheit, Bildung, bezahlbaren Wohnraum, Gesundheit und unsere kommunale Infrastruktur.”

Krieg beginnt nicht erst mit dem ersten Schuss. Für Krieg braucht es Waffen, Munition und eine Industrie, die daran verdient. Rüstungskonzerne profitieren von den steigenden Militärausgaben, Städte wie Wuppertal stehen vor enormen finanziellen Problemen. Bei uns fehlt es an Geld für vieles, was die Menschen im Alltag unmittelbar betrifft. Dass gleichzeitig Milliarden für Bundeswehr und Rüstungsindustrie bereitgestellt werden, ist für uns nicht hinnehmbar.

NRW darf nicht zum Rüstungsstandort auf Kosten des Sozialen werden. Wir fordern deshalb: Abrüstung statt Aufrüstung, Diplomatie statt Krieg!

Die Linke Wuppertal ruft dazu auf, sich am Antikriegstag an den örtlichen Aktionen zu beteiligen. Wir erklären uns außerdem solidarisch mit dem Rheinmetall Entwaffnen Camp, das vom 1. bis 6. September 2026 in Köln stattfindet.

In Wuppertal ist die Erinnerung an den Krieg und seine Folgen besonders wichtig: Bei zwei schweren Bombenangriffen im Jahr 1943 wurde ein großer Teil unserer Stadt zerstört. Fast die Hälfte Wuppertals lag anschließend in Trümmern. Rund 7.000 Menschen kamen ums Leben, etwa 100.000 Wohnungen wurden zerstört. Die Geschichte verpflichtet uns. Sie erinnert uns daran, wohin Militarismus, Nationalismus und Faschismus führen können. Frieden ist deshalb nichts, das wir als selbstverständlich betrachten dürfen. Wir müssen uns aktiv für ihn einsetzen – gegen Krieg, Aufrüstung und Faschismus.

Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus!

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