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            <title>Die Linke Kreisverband Wuppertal: RSS-Feed</title>
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            <copyright>Die Linke Kreisverband Wuppertal</copyright>
            
            <pubDate>Tue, 18 Aug 2026 17:55:53 +0200</pubDate>
            <lastBuildDate>Tue, 18 Aug 2026 17:55:53 +0200</lastBuildDate>
            
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                <guid isPermaLink="false">news-370209</guid>
                <pubDate>Thu, 20 Nov 2025 17:30:08 +0100</pubDate>
                <title>Klaus Gordon Roman - Julians Bruder</title>
                <link>https://www.dielinke-wuppertal.de/politische-bildung/buchbesprechung/buchbesprechungen-detail/news/klaus-gordon-roman-julians-bruder/</link>
                <author>Die Linke KV Wuppertal K.F.</author>
                <description>Deutscher Taschenbuch Verlag EAN: 9783423210782 </description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Inhalt:<br>Julians Bruder beginnt im Berlin der 1930er-Jahre, und erzählt die Geschichte des 11-jährigen Julian Sternberg und dessen Freund und Bruder Paul Scholz. Die Sternbergs sind Juden und erleben die Machtergreifung Hitlers mit. Sie werden durch die nationalsozialistische Diktatur auseinandergerissen. Als sie verhaftet und deportiert werden, kann Julian fliehen. Er findet Unterstützung bei seinem vier Tage jüngeren Bruder Paul und seiner Familie. Das Buch thematisiert die Herausforderungen des Heranwachsens in einer von Angst und Unterdrückung geprägten Zeit und zeigt, wie Julian trotz aller Widrigkeiten Mut und Menschlichkeit bewahrt. Julian und Paul schaffen es in Berlin bis zum Ende des Krieges zu überleben. Sie kommen, als sie Pauls Schwester, Bille, zu Hilfe eilen, die von 2 russischen Soldaten vergewaltigt wird, in russische Gefangenschaft. Im KZ Buchenwald wird nur Paul lebendig, nach über 4 Jahren entlassen.<br><br><strong>Stärken des Buches:</strong><br><br><strong>Historische Authentizität:</strong>&nbsp;<br>Klaus Kordon gelingt es, das Leben im Nationalsozialismus aus der Perspektive eines Jugendlichen realistisch und<br>einfühlsam darzustellen. Die historischen Details sind gut recherchiert und<br>vermitteln ein lebendiges Bild der Epoche.<br><strong>Emotionale Tiefe:</strong>&nbsp;<br>Die Charaktere sind vielschichtig und sympathisch gestaltet. Besonders die Beziehung zwischen Julian und seinem Bruder berührt und macht die Geschichte persönlich erfahrbar.<br><strong>Thematische Relevanz:&nbsp;</strong><br>Das Buch behandelt wichtige Themen wie Zivilcourage, Familie und den Umgang mit Unrecht. Es regt zum Nachdenken über moralische Entscheidungen und den Wert von Freiheit an.<br><strong>Zielgruppenorientierung:</strong>&nbsp;<br>Trotz des ernsten Themas ist die Sprache altersgerecht und zugänglich für junge Leser:innen ab etwa 12 Jahren.</p>
<p><br><strong>Kritische Punkte</strong><br><br><strong>Emotionale Belastung:</strong>&nbsp;<br>Aufgrund der Thematik ist das Buch nicht immer leicht zu lesen. Es erfordert eine gewisse Reife und Begleitung, um die dargestellten Konflikte und das Leid, für eine 12 Jährige Leser*in zu verarbeiten.<br><strong>Fazit</strong><br>Julians Bruder ist ein bewegendes und lehrreiches (nicht nur ein) Jugendbuch, das die Gräueltaten des Nationalsozialismus aus einer persönlichen Perspektive erzählt. Klaus Kordon schafft es, historische Fakten mit einer berührenden Geschichte zu verbinden und zeigt, wie wichtig es ist, sich für Gerechtigkeit und Menschlichkeit einzusetzen. In der heutigen Zeit, dem erstarken der AfD, zeigt der Roman auf, wie schwierig es ist, wenn einmal ein diktatorisches, menschenfeindliches Regime etabliert ist, Widerstand zu leisten. Das Buch eignet sich besonders für den Schulunterricht oder als Einstieg in die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte.</p>]]></content:encoded>
                
                
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            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-369788</guid>
                <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 16:09:39 +0100</pubDate>
                <title>Byung-Chul Han &quot;Psychopolitik. Neoliberalismus und die neuen Machttechniken&quot;</title>
                <link>https://www.dielinke-wuppertal.de/politische-bildung/buchbesprechung/buchbesprechungen-detail/news/byung-chul-han-psychopolitik-neoliberalismus-und-die-neuen-machttechniken/</link>
                <author>Die Linke KV Wuppertal K.F.</author>
                <description>Psychopolitik. Neoliberalismus und die neuen Machttechniken ISBN: 978-3-10-002203-5</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>In "Psychopolitik. Neoliberalismus und die neuen Machttechniken" analysiert Byung-Chul Han die Machtmechanismen des Neoliberalismus. Er zeigt auf, wie sich diese von klassischen Disziplinargesellschaften (beschrieben von Foucault) hin zu einer "Psychopolitik" gewandelt haben. Während Foucaults Biopolitik noch auf die Kontrolle des Körpers abzielte, entdeckt der Neoliberalismus, wie Han es entwickelt, die Psyche als neue Produktivkraft. Die neoliberale Gesellschaft fördert Selbstoptimierung, Selbstausbeutung und freiwillige Selbstentblößung – etwa durch digitale Transparenz und soziale Medien. Han argumentiert, dass diese scheinbare Freiheit in Wahrheit eine neue Form der Unterdrückung ist. Der Einzelne wird zum Unternehmer seiner selbst, was zu einer Krise der Freiheit und zu einer Gesellschaft führt, die sich selbst ausbeutet und kontrolliert. Dies führt zu: <i>„Ausgebeutet wird nun die Psyche. So wird dieses neue Zeitalter von psychischen Erkrankungen wie Depression oder Burnout begleitet.“</i> (Kapitel Healing als Killing) oder auch: <i>„Wir leben in einer besonderen historischen Phase, in der die Freiheit selbst Zwänge hervorruft. Die Freiheit des Könnens erzeugt sogar mehr Zwänge als das disziplinarische Sollen, das Gebote und Verbote ausspricht. Das Soll hat eine Grenze. Das Kann hat dagegen keine. Grenzenlos ist daher der Zwang, der vom Können ausgeht. Wir befinden uns somit in einer paradoxen Situation. Die Freiheit ist eigentlich die Gegenfigur des Zwanges. Frei sein heißt frei von Zwängen sein. Nun erzeugt diese Freiheit, die das Gegenteil des Zwanges zu sein hat, selbst Zwänge. Die psychischen Erkrankungen wie Depression oder Burnout sind der Ausdruck einer tiefen Krise der Freiheit. Sie sind ein pathologisches Zeichen, dass heute die Freiheit vielfach in Zwang umschlägt.“</i> (Kapitel Ausbeutung der Freiheit)</p>
<p><i>„Wer in der neoliberalen Leistungsgesellschaft scheitert, macht sich selbst dafür verantwortlich und schämt sich, statt die Gesellschaft oder das System infrage zu stellen. Darin besteht die besondere Intelligenz des neoliberalen Regimes. Sie lässt keinen Widerstand gegen das System aufkommen. Im Regime der Fremdausbeutung ist es dagegen möglich, dass die Ausgebeuteten sich solidarisieren und sich gemeinsam gegen die Ausbeuter erheben. Auf dieser Logik beruht ja Marx’ Idee der »Diktatur des Proletariats«. Sie setzt aber repressive Herrschaftsverhältnisse voraus. Im neoliberalen Regime der Selbstausbeutung richtet man die Aggression vielmehr gegen sich selbst. Diese Autoaggressivität macht den Ausgebeuteten nicht zum Revolutionär, sondern zum Depressiven.“ </i>(Kapitel: Diktatur des Kapitals)</p>
<p>Han beschreibt, wie Big Data und emotionale Steuerung die Psyche des Menschen gezielt beeinflussen und ausnutzen. Sein Buch entwirft nicht nur eine scharfe Kritik, sondern skizziert auch Gegenmodelle, um der neoliberalen Psychopolitik zu begegnen.</p>
<p>Han`s Gegenmodelle zielen darauf ab, die psychische Autonomie des Einzelnen zu stärken und alternative Formen des Zusammenlebens zu denken, die nicht von neoliberaler Logik durchdrungen sind.</p>
<p>Er entwickelt folgende Gegenmodelle:</p><ul class="list-normal"><li><strong>Kritik an der Transparenzgesellschaft</strong>: Han plädiert für Räume der Unsichtbarkeit und des Geheimnisses, um der totalen Überwachung und Datenausbeutung entgegenzuwirken.<br>Han argumentiert, dass die neoliberale Gesellschaft durch totale Transparenz und Überwachung geprägt ist – sei es durch soziale Medien, Big Data oder staatliche Kontrolle. Diese Transparenz führt zu einer Entmündigung des Einzelnen, da alles Sichtbare auch kontrollierbar wird. Als Gegenmodell schlägt er vor, Räume der Unsichtbarkeit und des Geheimnisses zu schaffen. Nur dort, wo nicht alles sichtbar und messbar ist, kann sich echte Freiheit und Autonomie entfalten. Han bezieht sich dabei auf die Bedeutung von Privatsphäre und die Notwendigkeit, sich der totalen Datenausbeutung zu entziehen.</li><li><strong>Wiederentdeckung von Ritualen und Gemeinschaft</strong>: Er betont die Bedeutung von Ritualen und kollektiven Erfahrungen, die dem neoliberalen Individualismus und der Vereinzelung entgegenstehen.<br>Han sieht in der neoliberalen Gesellschaft eine zunehmende Vereinzelung und den Verlust von Ritualen, die früher Gemeinschaft stifteten. Rituale – ob religiös, kulturell oder sozial – schaffen Verbundenheit und geben dem Leben Struktur. Sie stehen im Gegensatz zur neoliberalen Logik der Flexibilität und ständigen Verfügbarkeit. Han plädiert dafür, Rituale bewusst zu pflegen, um dem Individualismus und der Entfremdung entgegenzuwirken. Dies kann durch kollektive Praktiken, Feste oder auch künstlerische Aktivitäten geschehen, die nicht zweckrational sind, sondern um ihrer selbst willen stattfinden.</li><li><strong>Emanzipation von der Leistungsgesellschaft</strong>: Statt ständiger Selbstoptimierung und Effizienzdenkens fordert er eine Rückkehr zu Muße, Kontemplation und einer Kultur des „Nichtstuns“.<br>Ein zentrales Gegenmodell ist die Kritik an der neoliberalen Leistungsgesellschaft, die den Menschen zu einem sich selbst ausbeutenden Subjekt macht. Inspiriert von antiken Philosophien (z.B. der griechischen „Schole“) betont er, dass echte Freiheit erst dort beginnt, wo der Mensch nicht mehr gezwungen ist, sich ständig zu optimieren. Stattdessen soll Raum für Kreativität, Philosophie und sinnstiftende Tätigkeiten geschaffen werden, die nicht dem Diktat der Nützlichkeit unterliegen.</li><li><strong>Kritik an der Digitalen Kontrolle</strong>: Han warnt vor der Macht von Big Data und sozialen Medien, die Emotionen und Verhalten manipulieren, und plädiert für eine bewusste Distanzierung von digitalen Zwängen.<br>Han warnt vor der Macht digitaler Plattformen, die durch Algorithmen und Big Data Emotionen und Verhalten steuern. Als Gegenmodell schlägt er vor, sich bewusst von digitalen Zwängen zu distanzieren – sei es durch bewussten Umgang mit sozialen Medien, durch kritische Reflexion über die eigene Datenpreisgabe oder durch die Suche nach alternativen Kommunikationsformen, die nicht von kommerziellen Interessen durchdrungen sind. Han betont, dass es darum geht, die eigene Psyche vor der Manipulation durch digitale Machttechniken zu schützen.</li></ul><p>&nbsp;</p>
<p>Konrad Fumagalli (28.10.2025)<br>Ich habe das Buch mit innerer Teilnahme gelesen. Vieles von dem, was Han beschreibt, entdecke ich, auch bei mir im Gebrauch mit den sozialen Medien. Bei mir erzeugt es den Zwang, schnell einen Kommentar abzugeben, schnell mal was zu schreiben, immer aktuell, auf dem Laufenden zu sein und dabei mich selbst und meine kostbare Zeit zu verlieren. Der Zusammenhang der Machtausübung durch Selbstoptimierung, gefördert durch die sozialen Medien, war eine neue Erkenntnis, die ich dem Buch entnehmen konnte. So finden heute immer häufiger digitale Treffen statt, die wenig Raum für die wahre Begegnung lassen. Lockere, meist sehr gehaltvolle Kaffee-Gespräche, finden nicht statt. Beziehungen (die zwischen den Menschen wichtig sind) werden nicht gepflegt. Emphatische Fähigkeiten verkümmern, da die Sachthemen im Vordergrund stehen, ohne zu erkennen, dass die Beziehungsebene die Sachentscheidungen sehr stark beeinflussen.&nbsp;<br>Ich wünsche den Leser*innen neue Erfahrungen, oder auch tiefere Erkenntnisse, wie die neuen Machtinstrumente bei Ihnen wirken. Gerne können Sie mir Ihre Erfahrungen, beim Lesen des Buches schreiben. <a href="mailto:redaktion@dielinke-wuppertal.de">redaktion@dielinke-wuppertal.de</a> - Stichwort Buchbeschreibung Han.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-366896</guid>
                <pubDate>Sat, 21 Jun 2025 17:51:33 +0200</pubDate>
                <title>Grace Blakeley „Die Geburt der Freiheit aus dem Geist des Sozialismus“</title>
                <link>https://www.dielinke-wuppertal.de/politische-bildung/buchbesprechung/buchbesprechungen-detail/news/grace-blakeley-die-geburt-der-freiheit-aus-dem-geist-des-sozialismus/</link>
                <author>Die Linke KV Wuppertal K.F.</author>
                <description>Grace Blakeley „Die Geburt der Freiheit aus dem Geist des Sozialismus“, ISBN: 978-3-608-50274-9
</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Dies ist ein Buch, das sich mit den wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit auseinandersetzt. Blakeley, eine britische Ökonomin und politische Kommentatorin, analysiert die Ursachen und Folgen der aktuellen wirtschaftlichen Krisen. Sie plädiert für eine Rückkehr zu demokratischen, sozialistischen Prinzipien, um eine gerechtere und nachhaltigere Gesellschaft zu schaffen.</p>
<p><em>„Die Elite musste in der Kunst geschult werden, die Demokratie zu zügeln und einen starken Staat aufzubauen, während man gleichzeitig den Massen eine »Zurückdrängung des Bevormundungsstaates« und »mehr Wahlfreiheit« vorgaukelte.“</em> (Grace Blakeley)</p>
<p>In ihrem Werk argumentiert Blakeley, dass die neoliberale Wirtschaftspolitik, die seit den 1980er Jahren vorherrscht, zu einer tiefen wirtschaftlichen Ungleichheit und zu wiederkehrenden Krisen geführt hat und führt. <em>"Wenn wir unser politisches Projekt als kollektives Empowerment verstehen, zeigen wir, dass Politik nicht auf Wahlen reduziert werden kann." </em>(Grace Blakeley)</p>
<p><em>"Die Wahl ist nicht »freie Märkte« oder »Planung«. Planung und Märkte existieren nebeneinander in kapitalistischen Gesellschaften, eigentlich in jeder Gesellschaft. Es geht darum, ob diese Planung, die in jedem komplexen sozialen System unweigerlich stattfindet, demokratisch oder oligarchisch ist."</em> (Grace Blakeley). Sie sieht die Notwendigkeit, die Wirtschaft grundlegend zu reformieren, und stellt die These auf, dass der demokratische Sozialismus eine Lösung bieten kann, um die Herausforderungen der Gegenwart zu bewältigen.</p>
<p>Ein zentrales Thema des Buches ist die Idee, dass aus der gegenwärtigen Krise eine neue Freiheit und Gerechtigkeit entstehen kann, wenn wir bereit sind, die bestehenden Strukturen infrage zu stellen und alternative wirtschaftliche Modelle zu erkunden. <em>"Wenn wir unser politisches Projekt als kollektives Empowerment verstehen, zeigen wir, dass Politik nicht auf Wahlen reduziert werden kann."</em> (Grace Blakeley). Sie fordert eine stärkere Rolle eines demokratischen Staates in der Wirtschaft, um soziale Sicherheit und ökologische Nachhaltigkeit zu gewährleisten.</p>
<p>Insgesamt ist das Buch, ein eindringlicher Appell für einen Paradigmenwechsel in der Wirtschaftspolitik, der auf sozialistischen Idealen basiert, um die soziale und wirtschaftliche Ungleichheit zu bekämpfen und eine gerechtere Zukunft zu schaffen. <em>"Der einzige Ausweg führt über die Demokratisierung unserer gesamten Wirtschaft."</em> (Grace Blakeley) <em>"Doch es reicht nicht aus, nur die liberalen Demokratien zu schützen – wir müssen sie auch weiterentwickeln."</em></p>
<p>Ein hochinteressantes Buch über wirtschaftliche Zusammenhänge auf internationaler und nationaler Ebene und warum eine andere, wirklich demokratische Gesellschaft notwendig ist.</p>
<p>Konrad Fumagalli</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-366895</guid>
                <pubDate>Sat, 21 Jun 2025 17:08:38 +0200</pubDate>
                <title>Daniela Dahn &quot;Der Schlaf der Vernunft&quot;</title>
                <link>https://www.dielinke-wuppertal.de/politische-bildung/buchbesprechung/buchbesprechungen-detail/news/daniela-dahn-der-schlaf-der-vernunft/</link>
                <author>Die Linke KV Wuppertal </author>
                <description>Daniela Dahn: &quot;Der Schlaf der Vernunft&quot; - ISBN 978-3-49901658-5
</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>„Der Schlaf der Vernunft“ von Daniela Dahn ist ein Buch, das sich mit politischen und gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt. Die Autorin, die als Journalistin und Schriftstellerin bekannt ist, thematisiert in ihrem Werk die Herausforderungen der modernen Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf die Demokratie, den Kapitalismus und die Rolle der Medien.</p>
<p>Dahn kritisiert oft die vorherrschenden Meinungen und die Manipulation durch Massenmedien und politische Eliten. Sie plädiert für ein kritisches Bewusstsein und eine aktive Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Zuständen. Das Buch enthält historische Bezüge zur Zeit der DDR und der „Wiedervereinigung“ und reflektiert über die jüngste Geschichte nach der Wiedervereinigung, mit kritischem Blick.</p>
<p>Ein zentrales Thema ist die Frage, wie Vernunft und Aufklärung in der heutigen Zeit gefährdet sind und welche Konsequenzen dies für die Gesellschaft hat. Dahn fordert dazu auf, sich nicht mit dem Status quo zufriedenzugeben, sondern aktiv für eine gerechtere und aufgeklärte Gesellschaft zu kämpfen.</p>
<p>Der Schlaf der Vernunft <em>(erzeugt Ungeheuer</em>, ein Gemälde von Francisco de Goya). Ist ein treffender Titel, für dieses Buch. Daniela Dahn behandelt die Idee, dass die Vernunft in vielen gesellschaftlichen Debatten und politischen Entscheidungen oft in den Hintergrund gedrängt wird, oder manchmal nicht vorhanden ist, oder nicht gesehen werden will. Dahn beleuchtet verschiedene Aspekte, wie beispielsweise die Rolle der Medien, den Einfluss von Populismus und die Gefahren von ideologischen Verblendungen. Sie führt den Leser durch eine kritische Betrachtung der aktuellen politischen Landschaft und ermutigt dazu, die eigenen Überzeugungen und die vorherrschenden Narrative zu hinterfragen.</p>
<p>Ich schätze Dahns scharfsinnige Analysen und ihren klaren Schreibstil. Es gelingt ihr, komplexe Themen verständlich zu machen, und regt zum Nachdenken an. Das Buch ist nicht nur eine Analyse, sondern auch einen Appell an die Leser:innen gerichtet, aktiver am politischen Diskurs teilzunehmen und sich nicht mit einfachen Antworten zufriedenzugeben. Dahn fordert dazu auf, die eigene Vernunft zu nutzen und sich mit den Herausforderungen der Gegenwart auseinanderzusetzen.</p>
<p>"Der Schlaf der Vernunft" ist, nach meiner Meinung, ein wichtiges und aktuelles Werk, das zur Reflexion über die eigene Rolle in der Gesellschaft anregt und dazu ermutigt, kritisch zu denken und zu handeln. Es ist ein Buch, das sowohl für politisch Interessierte, als auch für Leser, die sich mit gesellschaftlichen Themen beschäftigen, von Bedeutung.</p>
<p>Konrad Fumagalli</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-366894</guid>
                <pubDate>Sat, 21 Jun 2025 16:54:07 +0200</pubDate>
                <title>Jan van Aken - Worte statt Waffen</title>
                <link>https://www.dielinke-wuppertal.de/politische-bildung/buchbesprechung/buchbesprechungen-detail/news/jan-van-aken-worte-statt-waffen-1/</link>
                <author>Die Linke KV Wuppertal K.F.</author>
                <description>Jan van Aken: &quot;Worte statt Waffen&quot; - ISBN 978-3-8437-3249-9
</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Eine kurze Beschreibung:</p>
<p><em>"Verhandlungen sind die Fortsetzung des Krieges auf einem anderen Schlachtfeld."</em></p>
<p><em>„Frieden schaffen ohne Waffen – das war doch richtig?“</em> Stellt Jan van Aken in seinem Buch eine Frage nach dem brutalen Angriff der Truppen aus Russland auf Befehl von Putin. Wie soll sich die Ukraine ohne Waffen, gegen die Übernahme durch Putin verteidigen?<br> In seinem Buch geht es nicht darum, eine Lösung für diese Fragen zu bekommen. Die Frage, die er stellt: Was können wir tun, damit wir nicht in eine Spirale der Militarisierung stecken bleiben und nur noch Gewalt, das heißt Krieg, immer mehr Waffen, als Lösung sehen. Die meisten Kriege enden in Verhandlungen.</p>
<p>Nicht Kriegsfähig, sondern Verteidigungsfähig werden. Dass in Konfliktgebieten Auslandseinsätze der Bundeswehr nicht zu einer Lösung führen, zeigt er in seinem Buch auf. Er zeigt, wie Konflikt (Kriegs-)Parteien durch Sanktionen zu einem Friedensvertrag kommen können, wenn sie denn gut geplant sind.</p>
<p>Anhand von Beispielen, von friedensstiftenden Akteuren zeigt Jan van Aken auf, wie Frieden geschaffen werden kann.</p>
<p><em>„Wer Frieden bewahren will, muss für Gerechtigkeit sorgen, muss darauf hinwirken, dass sich auch hier bei uns Dinge ändern. Andernfalls bleiben alle Versuche einer Friedensstiftung oder Konfliktlösung reine Trostpflaster, die schon im Ansatz scheitern müssen."</em></p>
<p><em>„Manchmal reichen auch Leute wie du und ich, um den Lauf der Welt gemeinsam zu verändern“ </em>(Jan van Aken)</p>
<p>Konrad Fumagalli</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-366963</guid>
                <pubDate>Sat, 21 Jun 2025 16:07:00 +0200</pubDate>
                <title>Arne Semsrott: &quot;Machtübernahme&quot;</title>
                <link>https://www.dielinke-wuppertal.de/politische-bildung/buchbesprechung/buchbesprechungen-detail/news/arne-semsrott-machtuebernahme/</link>
                <author>Die Linke KV Wuppertal K.F.</author>
                <description>Arne Semsrott &quot;Machtübernahme&quot; 2024 Droemer Verlag ISBN 978-3-426-65984-7</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Arne Semsrott Buch „Machtübernahme“ setzt sich mit den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen auseinander, die durch eine Machtübernahme der Rechtsextremisten, wie der AfD, auf die Menschen zukommen wird.</p>
<p>Arne Semsrott, ein deutscher Autor und Aktivist, zeigt praktikable Handlungsmöglichkeiten auf, wie schon heute gehandelt werden kann. Nach einer möglichen Machtübernahme von Rechtsextremisten zeigt er in seinem Buch, die Möglichkeiten auf, was dann getan werden kann.</p>
<p><em>„Wenn wir es schaffen, nicht nur offene, sondern sichere Räume zu schaffen, kann daraus etwas Neues entstehen. Wir können endlich darüber nachdenken, wie wir unsere Gesellschaft gestalten wollen, anstatt nur auf rechtes Agenda-Setting zu reagieren. Und wir können Spielräume vergrößern. Rechtsextremisten versuchen jeden Tag, die Handlungsräume der demokratischen Zivilgesellschaft einzuschränken. Der beste Weg, dagegen vorzugehen, ist nicht die Verteidigung, sondern der Angriff: der Kampf für mehr Möglichkeitsräume. Um sie zu vergrößern, sollten wir uns vernetzen, uns unterstützen, gemeinsam Trauerarbeit machen, gemeinsam lachen und feiern.“ (</em>Arne Semsrott)</p>
<p>Ein spannendes Buch, das Handlungsmöglichkeiten aufzeigt, wie gegen eine Machtübernahme durch Rechtsextremisten gehandelt werden kann. Bisher beschränken sich die Parteien von CDU/CSU und Teilen der SPD darauf AfD-Politik mit eigenen Programmen umzusetzen, statt einen Verbotsantrag zu unterstützen. Besonders erwähnenswert ist die „kleine Anfrage“ der CDU/CSU durch Friedrich Merz, zu den Unterstützungsleistungen des Staates an zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich für Demokratie einsetzen. Diese „kleine Anfrage“ taucht auch in dem Buch auf. Sie dient dazu, den Zivilgesellschaften die Unterstützungsleistungen zu streichen, was auch die CDU/CSU mit ihrer „kleinen Anfrage“ bezwecken wollte.</p>
<p>Absolut empfehlenswert.</p>
<p>Konrad Fumagalli</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-366964</guid>
                <pubDate>Fri, 20 Jun 2025 20:26:00 +0200</pubDate>
                <title>Jean-Philippe Kindler &quot;Scheiß auf Selflove, gib mir Klassenkampf&quot;</title>
                <link>https://www.dielinke-wuppertal.de/politische-bildung/buchbesprechung/buchbesprechungen-detail/news/jean-philippe-kindler-scheiss-auf-selflove-gib-mir-klassenkampf/</link>
                <author>Die Linke KV Wuppertal K.F.</author>
                <description>Jean-Philippe Kindler &quot;Scheiß auf Selflove, gib mir Klassenkampf&quot; 2023 Rowohlt Taschenbuch Verlag ISBN 978-3-499-01299-0</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>"Scheiß auf Selflove, gib mir Klassenkampf" von Jean-Philippe Kindler ist ein Buch, das sich mit sozialen und politischen Themen auseinandersetzt, insbesondere im Kontext von Klassenkampf und sozialer Gerechtigkeit. Der Autor kritisiert den Fokus auf individuelles Wohlbefinden und Selbstliebe, der in vielen modernen Selbsthilfebewegungen propagiert wird. Stattdessen plädiert er für ein kollektives Handeln und ein Bewusstsein für die sozialen Ungleichheiten, die in der Gesellschaft bestehen.</p>
<p>Kindler argumentiert, dass der Klassenkampf und die Auseinandersetzung mit strukturellen Ungerechtigkeiten wichtiger sind als die Fokussierung auf persönliche Selbstoptimierung. Er beleuchtet die Auswirkungen von Kapitalismus und sozialen Klassen auf das individuelle Leben und ruft dazu auf, sich gemeinsam für Veränderungen einzusetzen.</p>
<p>Das Buch enthält sowohl persönliche Anekdoten als auch gesellschaftskritische Analysen und ist eine Aufforderung, sich aktiv für soziale Gerechtigkeit einzusetzen, anstatt sich nur auf persönliche Entwicklung zu konzentrieren. Es ist eine Mischung aus politischer Theorie, persönlicher Reflexion und einem Aufruf zum Handeln.</p>
<p>Konrad Fumagalli</p>]]></content:encoded>
                
                
            </item>


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